Lerncoaching im Einzelsetting

Coaching, ein vielgescholtener Begriff …
Der Begriff Coaching ist mehr als verdächtig und hat – nicht zu Unrecht – keinen guten Ruf. Oftmals stehen dahinter zweifelhafte Angebote und überteuerte Produkte, deren Wirksamkeit nicht beweisbar ist. Hat es geklappt, war der Coach erfolgreich, hat es nicht geklappt, haben die KundInnen die Anweisungen natürlich nur halbherzig umgesetzt. Wenn Sie beim Begriff bereits skeptisch waren, dann ist das eine gesunde Reaktion. Um Sie jedoch zu beruhigen: beim Lerncoaching sieht es glücklicherweise anders aus.
… der beim Lerncoaching aber passend und unvermeidlich ist.
Der Begriff Lerncoaching ist im akademischen Bereich bereits klar definiert und wird verwendet, um Techniken und Vorgehensweisen zu beschreiben und zusammenzufassen, die effektiveres, effizienteres und motiviertes Lernen zum Ziel haben. Diese haben ihren Ursprung in der Lernpädagogik und Lernpsychologie und werden seit Jahrzehnten untersucht und verfeinert. Dabei gelten sie für alle Altersstufen: von Kindern bis hin zu Erwachsenen können solche Techniken zur Anwendung kommen, um den Lernprozess zu vereinfachen. Das Lerncoaching, dass ich anbiete, richtet sich erfahrungsgemäß an Jugendliche ab der 7. Klasse. Natürlich steht es dennoch allen Altersgruppen und Klassenstufen zur Verfügung.
Wenn nicht das Fach das Problem ist …
Ein Mangel an Motivation, plötzlicher Notenabfall, einfach „keinen Bock mehr“ – all das sind Dinge, die viele Eltern während der Schullaufbahn ihrer Kinder erleben müssen. Die Gründe für das Eintreten sind vielfältig: vom Wechsel einer Klassenstufe in die neue passiert es plötzlich, dass Benotungen strenger werden oder neue Lehrkräfte zugeteilt werden, die den Unterricht anders handhaben, sodass die bisherigen Methoden nicht mehr ausreichen. Vielleicht ist etwas im Leben der SchülerInnen passiert, das sie aus der Bahn geworfen hat. Womöglich herrscht allgemein keine Ordnung oder Koordination bezüglich der Schule. Oder es mischt sich, ganz banal, der „Elternfeind Nr. 1“ ein: die Pubertät.
… sondern das Lernen, die Motivation und die Einstellung.
Damit sind auch die Aspekte des Lerncoachings genannt: Lerntechniken/Lerneffektivität, Organisation/Koordination und Motivation/Selbstbild. Natürlich bedingen sich diese Aspekte auch gegenseitig und gehen fließend ineinander über. In welcher Reihenfolge oder in welcher Gewichtung diese Aspekte durchgenommen und Lösungen erarbeitet werden, wird durch das Gespräch mit SchülerInnen und Eltern geplant und bei Bedarf angepasst. Neben den Materialien kommt während der Stunden das persönliche Gespräch stärker zum Tragen als bei der Nachhilfe oder der Lerntherapie, da die Thematik des Lerncoachings eine genaue Überprüfung und ein Arbeiten entlang des seelischen Zustandes benötigt.
In sich zu gehen und sich verändern …
Das Lerncoaching unterscheidet sich stark von der Nachhilfe und der Lerntherapie: zum einen gibt es keine vorgegebenen Antworten und Lösungen: die SchülerInnen selbst sind gefragt, wenn es um ihr Selbstbild, um ihre Schwächen und Stärken geht. Bezüglich Lerntechniken und Organisation können Lerncoaches Techniken präsentieren und die Auswirkungen mit den SchülerInnen betrachten und bewerten. Das bedeutet jedoch auch, dass das Lerncoaching eine Arbeit an sich selbst ist. Die SchülerInnen müssen ihre Arbeitsweise und sich selbst hinterfragen und anpassen, um neue Lernerfolge zu erzielen.
… um für den Schulalltag gerüstet zu sein.
Je besser dies vermittelt wird und je praxisorientierter dies ist, umso schneller und sicherer stellt sich der Erfolg ein und umso offener werden SchülerInnen für diese Veränderungen. Dabei sind wiederum die Eltern gefragt, diesen Prozess zu kontrollieren und zu beobachten, inwiefern sich die Techniken bewähren. Dies ist auch notwendig, da das Lerncoaching in der Regeln nicht länger als 6 Monate dauert – irgendwann ist man alle Techniken durchgegangen und hat seine Möglichkeiten ausgeschöpft. Von daher bietet sich das Lerncoaching als Vorstufe für die Nachhilfe an.